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Top drei Geocaches

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„I use multi-million dollar satellites to find tupperware in the woods. What’s your hobby?“
unbekannt

Nach den top drei GSAK-Macros für paperless cachen, wird es heute Zeit für die top drei Geocaches.

Das Wetter ist trübe. Wenn man schon nicht geocachen geht, kann man zumindest nochmal in Erinnerungen schwelgen. Dieses Wochenende stelle ich euch ausgewählte Lieblingscaches vor und freue mich natürlich, wenn ihr eure Lieblingscaches postet.

  1. Abhängen – Sir Loxley – Der Adrenalincache

    Ich habe schon ausführlich im Post übers Abseilen und über Stresshormone meine Cacheerlebnisse beschrieben.
    Ein 35 Meter hohes altes Viadukt über einem kleinen Wasserlauf. Abseilen am Viaduktträger, Dose sehr kompliziert bergen und dann nochmal Abseilen im freien Raum. Ein Erlebnis der Sonderklasse.

  2. 24 – Season 1 – mistake – Der Rästelmarathon

    Dieser Cache dauert mindestens 24 Stunden. Das ist wirklich kein Scherz. Bis ich überhaupt das System verstanden hatte, waren Wochen vergangen. Und auch danach brauchte ich mehrere Tage und Wochen, um alle Informationen zusammenzutragen. Letztendlich half mir ein bisschen Technikeinsatz. Ich wusste, ich hatte richtig was geleistet.

  3. Südpark – In den Gärten – vonRichthofen – Labsal für die Seele

    Nach einem arbeitsreichen Tag ist ein Spaziergang in den Gärten des Düsseldorfer Südparks eine Wonne. Geist und Körper erholen sich und die Seele schwelgt in Freude. Das Navi kann man stecken lassen und einfach genießen.

Das waren drei meiner Spitzenreiter: Caches an die ich mich mit Freude erinnere.

Wie sieht Eure Lieblingsliste aus?

Flickr Foto Kiet Callies
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60 Meter Adrenalin

Adrenalin

„Geht den Cache am besten nicht alleine an und macht nichts wozu ihr körperlich, geistig und ausrüstungstechnisch nicht in der Lage seid.“
Sir Loxley

Absolut geniale 60 Meter Adrenalin pur. Ein Cache, der die höchste Terrainwertung verdient hat und mit einem Erlebnis und Ausblick der Sonderklasse für die Mühen entlohnt: Dieser Cache gehört zu meinen all-time-favorites.

Korrektur (06.05.09): Wie ich heute erfahren habe, sind es wohl ’nur‘ 35 Meter. Der Größenwahn muss mich hier getrieben haben. Das Adrenalin hat aber für 60 ausgereicht 😉

Eine solche Herausforderung muss gut vorbereitet werden und bestimmte Sicherheitsregeln sollte man bei einem Cache mit Terrainwertung 5 beachten.

Klettere niemals alleine

Auch wenn Du der fitteste unter den Affen bist, kann immer etwas schief gehen: Du kannst Dich verletzen, Dich im Seil einklemmen, einen Materialfehler haben oder völlig ohne Deine Schuld in eine missliche Lage kommen. In einem solchen Fall kann Dein Partner zumindest Hilfe holen. Kletterst Du alleine, stirbst Du auch alleine.

Ich habe über das blaue Forum Andreas, Ralf und Kirsten kennengelernt und mich mit den dreien für einen Tag Abseilcachen verabredet.

Passe Deine Ausrüstung den Bedingungen an

Ein normaler Affe hat nur seinen Pelz und seine Arme. Du hast ein Großhirn: Überlege Dir vorher genau, wo, was und wie Du klettern willst. Dynamisches oder statisches Seil? Im Vorstieg, Toprope oder ’nur‘ Abseilen? Wanderstiefel, Turnschuhe oder Kletterschuh? Dichter Wald oder kahler Felsen? Granitblöcke oder brüchiger Schiefer?

Ich hatte meine alte Kletterausrüstung nochmal geprüft. Altes dynamisches Seil, für Toprope oder Abseilen noch gut genug; zum Vorstieg würde ich es wahrscheinlich nicht mehr einsetzen. Klemmkeile und Expressen konnten zu Hause bleiben. Im Nachhinein habe ich beschlossen, mir endlich einen Kletterhelm zu kaufen, bevor ich weitere Felsen bekraxle.

Mach Dich erstmal warm

Du bist gerade erst wach geworden und rennst direkt zum Vorstiegklettern? Fang klein an, sei etwas geduldiger. Dein Primatenleben wird es Dir danken. Bouldere ein wenig im Flachen. Nimm es mit einer schiefen Ebene auf. Prüfe, ob Du alle Techniken noch drauf hast.

Ich war schon seit ein paar Jahren nicht mehr Klettern. Daher habe ich mich mit Leuten zusammen getan, die aktuell mehr Erfahrung hatten. Bevor es überhaupt zum großen Abseilen ging, haben wir uns z.B. an 45° versucht. Danach war die Erinnerung im Kleinhirn und den Muskeln wieder zurück gekehrt.

Prüfe Deine Koordinaten

Weißt Du wirklich, wo es lang geht? Auch unsere Vorfahren haben ihre Jagdrouten gekannt und geplant. Schau Dir die Routenbeschreibung genauer an. Hast Du an alles gedacht? Gibt es Hinweise auf besondere Gefahren? Erfüllst Du alle Voraussetzungen?

Der große Abseilcache war ein Multi. Wir mussten erst die Eingangskoordinaten finden, was bei dem dichten Blätterwald nicht so einfach war. Auch auf das erste Hindernis in Form eines Bretterzaunes waren wir dank der Vorlogs vorbereitet. Und ja, wir haben uns das Spoilerbild angeschaut. Das erwies sich als sehr nützlich, denn der Cache war von oben nicht zu sehen.

Lern von den Jedis

Auch wenn Du Dir diese geniale Route für den heutigen Tag vorgenommen hast: Es ist keine Schande sie nicht zu gehen. Schau Dir sehr genau an, was vor Dir liegt. Vielleicht hast Du Dir das anders vorgestellt. Gehe in Dich und kläre ganz genau, ob Du körperlich und mental die Herausforderung meistern kannst. Mach es wie die Jedis und prüfe Deine Gefühle. Sie sind Dein evolutionsbiologischer Kompass. Verlass Dich auf sie.

Am oberen Viaduktgeländer angekommen sah das Ganze schon verdammt ernst aus. 60 Meter sind nicht ohne. Wer hier abstürzt…
Einer aus unserem Team, Andreas, war sich unsicher und beschloss dann nicht mit abzusteigen. Ein großes Lob, dazu zu stehen!

Geh auf 100%

Geh im Kopf nochmal genau durch, wie das Ganze ablaufen soll. Befestige das Seil, mach Deine Ausrüstung startklar. Prüfe alle Knoten und lass Deine Ausrüstung von Deinem Partner prüfen. Mach Dir nochmals klar, ob Du alles drauf hast, was die Tour von Dir fordert. Dies ist die letzte Gelegenheit um mit Würde zurückzutreten.

Wir hatten das gegenüberliegende Geländer als sinnvollen Punkt zur Seilbefestigung ausgemacht. Ralf machte das Seil über drei Geländerstreben mit doppeltem Achterknoten fest. Anschließend warfen wir das Seil über das eigentliche Einstiegsgeländer. Dort haben wir den Seillauf mit einem Karabiner und einer kleinen Prusikschlinge fest gemacht. Nachdem wir Ralfs Ausrüstung geprüft hatten, ging es für ihn als ersten los.

Genieß die Tour

Du hast an alle gedacht. Du bist hervorragend vorbereitet. Dann tu es auch. Geh Deine Route und genieße es aus vollen Zügen. Du hast es Dir verdient, dieses Erlebnis der Extraklasse.

Ich könnte jetzt viel erzählen: Wie sich 60 Meter wirklich anfühlen.Wie der Ausblick war. Wieviele Zuschauer ich hatte. Dass die Dose ekelig tief unter dem Viaduktbogen stand und ich kaum dran kam. Dass ich zwischendurch dachte, die Dose niemals loggen zu können.

Aber das sind nur Worte. Die haben wir erst sehr spät gelernt. Die wirklich tiefen Gefühle laufen viel weiter unten ab.

Der moderne Affe

Sich Herausforderungen stellen und sie zu meistern gehört zu den psychologisch wichtigsten Elementen der menschlichen Erfahrung. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen werden überprüft und gestärkt. Die eigenen Grenzen getestet und neu gesetzt. Schließlich bilden wir – reflektiert an unseren Erfahrungen – unser Selbstbild neu und schaffen durch verändertes Verhalten auch ein neues Fremdbild.

So kann ich jetzt behaupten, nach diesem Cacheerlebnis ein neuer Mensch zu sein.Abhängen von Sir Loxley

Habt Ihr auch Cacheerlebnisse, die Euch verändert haben? Welche Caches stellten für euch eine echte Herausforderung?

In den nächsten Tagen werde ich mehr dazu schreiben, was bei einem solchen Erlebnis in unserem Körper passiert.
Nachtrag: zur Physiologie des Stress‘ hier entlang.

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