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Fünf weitere gute Gründe für Krafttraining

Stark werden

„Andere beherrschen erfordert Kraft. Sich selbst beherrschen fordert Stärke.“
Lao-tse

Letzten Mittwoch habe ich euch fünf verdammt gute Gründe für ein Krafttraining gegeben. Wem das immer noch nicht reicht, der bekommt hier nochmal fünf weitere nachgereicht.

Du bist immer noch nicht überzeugt? Lies dies!

Länger Spaß haben

Trainierte Muskeln können nicht nur per se mehr Arbeit verrichten. Sie können auch länger durchhalten. Wir können den Wasserkasten länger schleppen, unser Kind länger auf dem Arm halten oder selbst länger am Überhang arbeiten. Und wer länger kann, der hat meist auch mehr Spaß.

Ein Fels in der Brandung

Wer starke Muskeln hat, der hat auch mehr stabilen Halt. Das ist nicht nur ‚was für kräftige Windböen oder Anrempler: Ein in sich stabiler Körper kann wesentlich besser allen Arten von Belastungen stand halten. Egal ob ich sportlich aktiv sein will, ob ich den ganzen Tag meine Wirbelsäule durch Rumsitzen belaste oder einen Unfall erleide: Gut ausgebildete Muskeln können das Meiste davon puffern.

Bauch rein, Brust raus

Wer stabiler ist, hat direkt auch eine bessere Körperhaltung. Gerade, aufrecht: Brust raus, Bauch rein. Zudem kann jemand, der seine Körperkraft im Training immer wieder direkt erfährt, auch viel besser damit umgehen. Er wird schneller und sicherer. Die motorischen Fähigkeiten verbessern sich: Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination gehören dazu.

Memoryeffekt

Körperliches Training führt zu Lerneffekten an Kleinhirn und den motorischen Endplatten. Zu Anfang muss eine Bewegung  geplant, koordiniert und abgestimmt werden. Jedes Mal, wenn wir eine Bewegungsfolge durchführen, läuft der neuronale Prozess hierfür durchs Kleinhirn, Nervensystem und über die motorischen Endplatten zu den Muskeln. Oft wiederholte Abläufe merkt sich unser Nervensystem, so dass aus den geplanten Bewegungsabläufen automatisierte werden. Führe ich eine solche automatisierte Bewegung aus, merke ich es oft gar nicht: Ich muss dafür nicht mehr nachdenken.

Im Alltag bedeutet das, dass ich meinen Bewegungsablauf, den ich beim Kreuzheben immer wieder bewusst geübt habe, beim Hochheben eines Wasserkastens automatisch einsetze, ohne auf die richtige Haltung achten zu müssen.
Dieser Effekt macht auch klar, warum komplexe Bewegungsabläufe, wie Kreuzheben oder Kniebeugen motorisch und biomechanisch mehr Sinn machen, als isolierte Übungen, wie der Bizeps-Curl. Oder wie viele Alltagsaktivitäten kennt ihr, bei denen man einen solchen isolierten Bewegungsablauf benötigt?

Ich kann das!

Schon letzte Woche hatte ich geschrieben, dass trainierte Menschen als attraktiver gesehen werden. Krafttraining und Muskelaufbau führen nicht nur zu einem veränderten Fremdbild, sondern haben dadurch über Rückkopplung meistens eine postitive Auswirkung auf das Selbstbild.

Dadurch und durch die Überwindung von Herausforderungen entsteht ein verbessertes Selbstvertrauen (ich kann das!) und ein gesteigertes Selbstwertgefühl (das habe ich geleistet!).

Nach dieser Extrapackung sollte auch der letzte Drückeberger begeistert aufspringen und in die nächste Muckibude laufen. Viel Spaß dabei!

Nachdem ich mich jetzt eine Woche mit ‚Shredded for Summer‚ gequält habe, meine Frage an Euch:

Was sind Eure Lieblingsübungen?

Flickr Foto voxefx
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Affenkette

Affenkette

Wie jeden Sonntag gibt es heute Interessantes, Seltsames und ggf. Nützliches aus der großen Welt des Netzes.

Am Mittwoch habe ich endlich das heiß ersehnte Krafttraining angefangen. In 31 Tagen kann ich über Effektivität und Ergebnisse berichten. Denjenigen, die weder Hantelstange noch Rack ihr eigen nennen, kann ich ‚Bodyweight Conditioning‚ – Training rein mit dem Gewicht des eigenen Körpers – empfehlen.

Die digitale Welt ist schön, doch manchmal wäre etwas mehr Menschliches schöner. Die Jungs von Multitouch Barcelona haben die Interaktion zwischen Mensch und Technik wirklich menschlich gemacht.

Für die Evolutionsjunkies: 5 Minuten mit Richard Dawkins bei der BBC über Gott und die Welt.

Und zu guter Letzt etwas für all jene, die der Wochenendblues gepackt hat. Chris Milk schafft es ein Leben in eine starke Minute zu packen. Genial banal, wie das Leben selbst.

Einen wunderbaren Sonntag euch allen und einen schönen Wochenstart.

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Fünf gute Gründe für Krafttraining

Schwergewichte

„Vor allem wegen der Seele ist es nötig, den Körper zu üben, und gerade das ist es, was unsere Klugschwätzer nicht einsehen wollen.“
Jean-Jacques Rousseau

Nach längerer Abstinenz durch meine Rippenprellung wird es wieder Zeit, etwas für den Körper zu tun. Dass das Rumsitzen am Schreibtisch, in Besprechungen und im Auto kein geeignetes Ertüchtigungsprogramm für moderne Affen ist, sollte mittlerweile bei jedem angekommen sein.

Ich werde also ab heute Vic Magarys ‚Shredded for the Summer‘ Programm aufnehmen. Natürlich mit ein paar Anpassungen: Ich kann immer noch keinen einzigen Klimmzug.

Warum ausgerechnet Kraftsport?

Einfach gut aussehen

Krafttraining bring erst einmal ganz klar mehr Muskelmasse. Der Muskel wird belastet und damit gereizt. Wird er eine zeitlang anschließend entlastet, kann er in dieser Zeit wachsen. Wiederholt man die Belastung regelmäßig und steigert sie sinnvoll, erreicht man ein kontinuierliches, wenn auch begrenztes Muskelwachstum. (Kleiner Hinweis für die Damen: Wir können bei normalem Training gar nicht so viele Muskeln aufbauen, wie die Jungs. Das liegt an den Hormonen.)

Durchtrainierte Menschen werden einfach als attraktiver angesehen. Das ist ein genetisches Ding. Wer durchtrainierter ist, ist fitter. Wer fitter ist, kann besser Mammuts jagen. Das hat sich seit mindestens 200.000 Jahren nicht geändert.

Starke Knochen

Krafttraining stärkt auch die Knochen. Die Knochendichte nimmt zu: Die Knochenrinde lagert mehr Mineralien an, die Knochen werden kompakter. Sie passen sich in ihrem Bau auch der Beanspruchung entsprechend an: Die Statik der Knochen wird verstärkt.

Das ist nicht nur eine perfekte Vorbeugung gegen Osteoporose. Auch bei Unfällen, Stürzen, etc. wird der Knochen belastbarer und flexibler: Er bricht nicht so schnell.

Schutz, Schutz, Schutz

Bänder und Sehnen werden durch die regelmäßige Belastung gestärkt. Auch die Gelenke passen sich den Trainingsreizen an. Zudem werden Bänder, Sehnen und Gelenke durch Muskelaufbau entlastet: Belastungen, die auf den Körper einwirken, können durch stärkere Muskeln länger und besser kompensiert werden, bevor sie sich auf andere Bereiche des Bewegungsapparates auswirken können.

Auch hier ist man bei Unfällen besser gewappnet. Ein verdrehter Fuß, ein Aufprall beim Sport, ein unschöner Sturz, etc. lassen sich mit einem starken Bewegungsapparat besser kompensieren: Die Folgen eines Unfalls fallen weniger schlimm aus. Zudem werden die inneren Organe durch starke Muskeln besser geschützt.

Der körpereigene Brennofen

Muskeln verbrauchen verdammt viel Energie. Nach dem Gehirn sind das die Zellen mit dem höchsten Energieumsatz, und das selbst im Ruhezustand. Dies ist einer der Gründe, warum sie in Hungerzeiten als erste abgebaut werden: Sie sind im Unterhalt zu teuer.
Für uns übersättigte, moderne Affen erhöhen sie aber erfreulicherweise den Grundumsatz an Energie: Den angefutterten Fettpölsterchen geht’s an den Kragen. Und das auch wenn wir schlafen oder im Sessel rumhängen.

Ein starker Typ

Klarer Fall: Die Gesamtkörperkraft steigt bei entsprechendem Krafttraining. Egal ob Wasserkasten, Kinderbuggy oder Überhangklettern: Wir können einfach besser zupacken. Das brauchen wir nicht nur bei der Mammutjagd, sondern jeden Tag in unserem modernen Leben immer wieder.

Noch Fragen zum Krafttraining?

Ab heute geht es also los: Tag 1: Kreuzheben (Deadlift) Maximum ermitteln!
Wer neugierig ist, kann mein Krafttraining über Twitter mitverfolgen.

Flickr Foto jontunn

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Affenkette

Affenkette
Affen sind sehr kommunikative Tiere. Der Mensch aber wohl der kommunikativste Affe aller Zeiten: Zeit für Vernetzung.

Vic Magary von Gym Junkies hat ne hübsche neue Serie von Workouts Shredded for the Summer. Auch wenn ich mit seinem Ernährungskonzept nicht unbedingt übereinstimme, wollte ich heute die Serie zum Kraftaufbau, die einen sehr guten Eindruck macht, starten. Meine geprellte Rippe macht sich dafür aktuell zu sehr bemerkbar.

Pay now, live later hat seine Videoserie Paleo/Primal in a Nutshell mit Teil 2 zum Thema Training vervollständigt. Einfach genial und gehört in das Starterpack aller modernen Affen.

David Vanadia lädt alle, die immer noch Zucker essen und davon nicht loskommen können, in seinem Blog zum May Sugar Challenge ein.

und bei Mark Sisson gab es auf Mak’s Daily Apple ein Rezept für sauleckeres Avocado-Hühnchen-Sandwich, und das alles wie immer völlig getreidefrei!

Flickr Foto von sparks68

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